Juckende Nase, tränende Augen und ein kratzender Hals – für viele Menschen sind das die ersten Anzeichen, dass die Heuschnupfensaison bereits wieder vor der Tür steht. Auch wenn Heuschnupfenbetroffene am liebsten noch gar nicht daran denken möchten, ist genau jetzt in den kalten Wintermonaten der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden. Denn wer frühzeitig mit vorbeugenden Maßnahmen beginnt, kann die Beschwerden in der Pollensaison deutlich lindern oder im besten Fall sogar verhindern.
Doch was passiert genau beim Heuschnupfen? Allergische Reaktionen entstehen, wenn das Immunsystem eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare etc. als Bedrohung einstuft und übermäßig darauf reagiert, in dem es eine erhöhte Menge an Antikörper produziert. Als Folge schütten bestimmte Zellen in unserem Körper den Botenstoff Histamin aus, welches für die zahlreichen Symptome wie fliessende Nase, Entzündungen, Juckreiz, gereitzte Schleimhäute uvm. verantwortlich ist.
Nebst der Akutbehandlung mit antiallergischen Tabletten, sogenannte Antihistaminika, haben wir die Möglichkeit, unseren Körper auf die bevorstehende Pollenzeit vorzubereiten.
Hier unsere Top 4 der möglichen vorbeugenden Massnahmen:
- Schwarzkümmelöl
Schwarzkümmelöl wird aus den Samen von Nigella sativa gewonnen und enthält eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, welche entzündungshemmende, antioxidative und immunmodulierende Eigenschaften aufweisen. Ergänzt wird dieser Effekt durch essentielle Fettsäuren wie Linol- und Ölsäure, die eine wichtige Rolle für die Stabilität von Zellmembranen und Immunzellen spielen.
Schwarzkümmelöl kann somit einen regulierenden Effekt auf Histamin aufweisen. Histaminfreisetzungen werden reduziert und entzündliche Prozesse in den Schleimhäuten abgeschwächt, wodurch allergische Reaktionen insgesamt weniger stark ausfallen können.
- Spenglersan Staphylococcus comp.
Mit seiner komplexen Zusammensetzung von verdünnten Antigenen und Antitoxinen aus zweierlei Bakterienstämmen des Staphylococcus, profitieren wir von der immunologischen Signalwirkung. Festsitzende Bakteriengifte werden ausgeleitet und unser Immunsystem wird ensprechend von dieser Belastung befreit. Die übermässige Antikörperproduktion wird heruntergefahren, das System beruhigt sich allmählich und setzt somit die Überreaktion auf die Allergene herab.
- Darmaufbau
Der Darm spielt bei der Entstehung und Ausprägung von Allergien eine zentrale Rolle. Rund 70 % des menschlichen Immunsystems befinden sich im Darm. Hier entscheidet sich, ob das Immunsystem harmlose Umweltstoffe – wie Pollen – toleriert oder mit einer überschießenden Abwehrreaktion beantwortet.
Entscheidend dabei ist unser Darmmikrobiom – also die Zusammensetzung der Darmbakterien. Diese stehen in engem Austausch mit dem Immunsystem. Bestimmte nützliche Bakterien fördern die Bildung sogenannter regulatorischer T-Zellen, die entzündliche und allergische Reaktionen dämpfen. Gleichzeitig stärken sie die Darmbarriere, sodass weniger Allergene und entzündungsfördernde Stoffe in den Körper gelangen. Ist die Darmflora hingegen wenig vielfältig oder geschädigt – etwa durch häufige Antibiotika, Stress oder eine ballaststoffarme Ernährung – kann dies die Neigung zu allergischen Reaktionen erhöhen oder bestehende Beschwerden verstärken.
- Pollen Globuli
Mit einer Mischung der wichtigsten Pollen in homöopathischer Verdünnung wird dem Körper eine Information oder ein Reiz geboten, worauf eine Selbstregulation des Immunsystems erfolgen kann. Mit einer frühzeitigen Einnahme von Pollen Globuli können somit die allergischen Symptome deutlich geringer ausfallen. Idealerweise sollte man mindestens 4 Wochen vor der möglichen Pollenflugzeit beginnen und die Therapie während der ganzen Allergiesaison fortsetzen.
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